Ausgangslage im Mittelstand
In vielen mittelständischen Unternehmen ist die BWA (betriebswirtschaftliche Auswertung) des Steuerberaters die wichtigste Zahlenquelle. Sie ist wertvoll, kommt aber oft mit Verzögerung und ist nach steuerlichen, nicht nach unternehmerischen Gesichtspunkten gegliedert. Für die Steuerung fehlen dann Antworten auf Fragen wie: Welche Produkte, Kunden oder Aufträge sind wirklich profitabel, und wie entwickelt sich die Liquidität in den nächsten Monaten?
Hinzu kommt, daß wichtige Steuerungsgrößen gar nicht in der Buchhaltung stehen: Auftragsbestand, Angebotsvolumen, Auslastung oder Reklamationen. Wer diese Werte nicht regelmäßig betrachtet, erkennt Fehlentwicklungen oft erst, wenn sie sich bereits im Ergebnis niederschlagen.
Bausteine eines Controllings
Wir entwickeln mit Ihnen ein Controlling, das Ihre vorhandenen Daten aus Buchhaltung, Warenwirtschaft und Vertrieb nutzt und um die fehlenden Sichten ergänzt. Dabei achten wir darauf, daß der Aufwand für die Pflege im Verhältnis zum Nutzen steht.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Liquiditätsplanung. Auch profitable Unternehmen können in Zahlungsschwierigkeiten geraten, wenn Vorleistungen, Lagerbestände oder lange Zahlungsziele Kapital binden. Eine rollierende Planung zeigt rechtzeitig, wann Engpässe drohen und welche Maßnahmen gegensteuern können.
- Unternehmensplanung mit Umsatz-, Kosten- und Ergebnisplan
- Liquiditätsplanung auf Wochen- oder Monatsbasis
- Deckungsbeitragsrechnung nach Produkten, Kunden oder Aufträgen
- Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse
- Kostenstellenrechnung, wo sie für die Steuerung sinnvoll ist
Kennzahlensysteme und Berichtswesen
Aus den Bausteinen entsteht ein Kennzahlensystem, das die wichtigsten KPI (Kennzahlen zur Leistungsmessung) auf einen Blick zeigt. Neben finanziellen Größen wie Rohertrag, Ergebnis und Liquidität gehören dazu auch operative Werte aus Vertrieb, Produktion oder Service, die frühzeitig auf Veränderungen hinweisen.
Wir legen mit Ihnen fest, wer welchen Bericht in welchem Rhythmus erhält. Die Geschäftsführung braucht eine verdichtete Übersicht, Bereichsleiter brauchen die Zahlen, die sie selbst beeinflussen können. So wird das Berichtswesen zum Werkzeug der Führung.
Zusammenarbeit mit Steuerberater und Bank
Controlling ergänzt die Arbeit Ihres Steuerberaters, ersetzt sie aber nicht. Wir stimmen Kontenrahmen und Auswertungen auf Wunsch mit Ihrer Steuerkanzlei ab, damit Daten nicht doppelt aufbereitet werden. Eine nachvollziehbare Planung und ein aktuelles Berichtswesen erleichtern zudem Gespräche mit Ihrer Bank.
Häufige Fragen
Ab welcher Unternehmensgröße lohnt sich ein Controlling?
Eine Liquiditätsplanung und eine einfache Deckungsbeitragsrechnung sind in nahezu jeder Größe sinnvoll. Umfang und Detailtiefe des Controllings wachsen mit der Komplexität des Unternehmens.
Brauchen wir dafür eine spezielle Software?
Nicht zwingend. Für den Anfang genügt oft eine gut aufgebaute Tabellenkalkulation. Wenn die Anforderungen steigen, beraten wir bei der Auswahl geeigneter Lösungen.
Übernehmen Sie auch Buchhaltung oder Steuererklärungen?
Nein. Buchhaltung und Steuerberatung bleiben bei Ihrem Steuerberater. Wir konzentrieren uns auf die betriebswirtschaftliche Auswertung und Steuerung.
Wie lange dauert der Aufbau eines Controllings?
Das hängt vom Ausgangszustand der Daten und vom gewünschten Umfang ab. Wir beginnen in der Regel mit Liquiditätsplanung und Deckungsbeitragsrechnung und bauen das System danach schrittweise aus.